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Apr 14 2015

Woche 22 – Wellington, Mt. Taranaki, Tongariro NP & Rotorua

Nach der schönen Fährenfahrt wurde ich etwas unfreundlich in Wellington empfangen: Strumböhen und Regen :-/. Da an diesem Abend aber der Cricket-WM Final Neuseeland gegen Australien (DER Sportevent für die Kiwis, neben Rugby) ging ich ziemlich rasch in ein Pub und verfolgte mit einigen enthusiastischen Kiwis das Spiel (verstehe sogar langsam die Regeln! Wäre gar nicht sooo langweilig wenn es nicht so lange ginge….:D). Am nächsten Morgen strahlte dann die Sonne wieder um die Wette – herrlich. So war Wellington eigentlich gar nicht so eine üble Stadt, ich besuchte einige schöne Aussichtspunkte und ging ins Nationalmuseum Te Papa, welches auch sehr interessant war.

Aber ich bin nicht (hauptsächlich) nach Neuseeland gekommen um Städte zu besichtigen, ich wollte etwas von der Nordinsel sehen. Bevor ich mich Richtung Norden kämpfte machte ich einen kurzen Umweg zum südlichsten Punkte der Nordinsel, dem Cape Palliser. Dort erwischte ich eine wunderschöne Abendstimmung und konnte verspielten und „gwundrigen“ Seals (die kleinen kamen nach einer Weile in meine Richtung, ehe sie die Mutter zurück pfiff :D) zuschauen. Den Platz wo ich mein Camper für diese Nacht parkierte war dann mit einem super Sonnenuntergang, direkt am Meer, auch 1a.

Ich war es mir ja von der Südinsel gewohnt, dass es in Neuseeland nicht einfach ist eine „schlaue“ Rundreise zu machen ohne allzuoft zickzack übers Land fahren zu müssen. Aber irgendwie ist dass nicht möglich, mit dem was ich alles sehen will :D. Also ging es ein erstesmal quer über hüglige Felder und Wiesen in Richtung Westküste. Dort wartet ein fast „perfekter“ Vulkan, den Mt. Taranaki. Seine Form ist fast aus dem Bilderbuch und man kann einen schönen Kreis (zwischen Küste und Vulkan) um ihn herumfahren…An der Küste kam man immer wieder zu tollen Stränden mit schwarzem Sand, was doch recht spektakulär aussieht :D. Als ich dann am Fuss des Vulkans war, zeigte er mir leider seinen Gipfel nicht mehr, dick von Wolken war er eingehüllt. Trotzdem machte ich mich auf den Weg etwas näher an den Gipfel zu wandern und tatsächlich, nach einer Weile lösten sich die Wolken auf und ich konnte fast den kompletten Vulkankegel sehen. Zusammen mit der Aussicht von dort und der Nachmittagssonne ein wunderschöner Moment. Ich übernachtetet dann auch gleich am Fuss des Berges und konnte in der Nacht einen wunderschönen Sternenhimmel (wie so oft in Neuseeland) bei fast Vollmond geniessen. Und als ich am nächsten morgen meine Augen auf machte und zur „Tür“ rausschaute, sah ich den wolkenfreien Mt. Taranaki in der schönsten Morgensonne glühen, so könnte ich jeden Morgen aufstehen :).

Auch mein nächstes Ziel waren Vulkane. Zurück im Landesinneren ging es zum Tongariro Nationalpark. Zur Einstimmung auf diese Vulkanwelt, ging ich zuerst mit dem Sessellift und einer kurzen Wanderung am höchsten Berg der Südinsel zu einem schönen Aussichtspunkt. Leider war die top Aussicht wiedermal mit Wolken bedeckt, janu schön wars trotzdem ;-). Am nächsten Morgen gings früh los, eine 8h Wanderung stand an, das Tongariro Alpine Crossing. Quer über ein aktives Vulkangebiet mit fantastischen, spektakulären und atemberaubenden Landschaften die fast nicht von dieser Welt zu sein schienen…Vorallem der ca. zweistündige Abstecher auf den Mt. Ngauruhoe, einem wunderschönen Vulkankegel, war genial aber auch seeeehr anstrengend. Es gibt dort hinauf nicht wirklich einen Weg, ziemlich gerade hoch ging es auf losem Vulkangestein. Manchmal fühlte ich mich wie zwei Schritte vor, einer zurück, wenn man wiedermal abgerutscht ist. Auch musste man ziemlich aufpassen, dass man nicht von einem herunter rollenden Stein getroffen wird, immerwieder hörte man die Leute „Rooock“ schreien (und 1-2x waren es wirklich ca. 50cm grosse Steine…). Aber wie schon geschrieben, die Aussicht von dort oben war gigantisch, etwas vom schönsten und spektakulärsten was ich je gesehen habe! Am besten schaut ihr euch einfach die Bilder an 😉

Weiter ging es mit Landschaften welche eher wie auf einem anderen Planeten als von dieser Erde aussieht. In Taupo besuchte ich die „Carters of the Moon“ (eben der Name sagts ja schon, nich von dieser Erde ;D), dampfende Krater. Aber das war erst der Anfang. Was ich danach in verschieden geothermischen „Parks“ sah, war schlichtweg unglaublich. Vorweg die Bilder wurden nicht am Photoshop gefärbt, die Landschaft sah wirklich so aus. Gelb, rot, blau, grün und überall dampfte es. Dazu kamen noch „blubernde“ Schlamm-Pools. Unglaublich was die Erde hier an die Oberfläche zaubert.

In Rotorua angekommen besuchte ich noch eine Maori-Kulturshow die auf touristische weise die Maori-Kultur etwas näherbrachte. Trotz den vielen Leuten und der weichgespülter Show war es ein lustiger Abend und etwas über die Kultur hier habe ich auch erfahren :). Am Ostersonntag war dann wieder etwas Action angesagt. Morgens ging es zum River Rafting und das nicht nur irgend einen langweiligen Fluss, nein es war ein Grad 5 mit dem Highlight eines 7m Wasserfalls (höchster kommerziell gerafteter!). Das war ein riesen Spass mit zusätzlichem Klippenspringen und „ohne Boot“ einen Wasserfall hinunter schwimmen, fallen, fliegen, spülen oder wie man dass auch immer nennen will xD.
Auf den Nachmittag freute ich mich speziell, endlich war wieder richtiges Mountainbiken angesagt (Downhillen in Queenstown war super, ist aber trotzen nicht „richtiges“ Biken :P). Leider war hatte ich an diesem Sonntag nicht als einziger diese Idee…Konnte zwar gerade noch das letzte Bike ergattern, aber ein Hardtail in grösse XL :-/. Okey, bei diesen HAMMER Trails in einem unglaublich schönen Wald, den Redwoods (gehört zu den weltweit besten Bike Gebieten, kann ich verstehen :D), habe ich manchmal vergessen auf was für ein Bike ich fuhr. Leider nur manchmal, grössten Teils vermisste ich mein Rocky von zuhause seeehr. Aber dennoch, so ein Trail-Traum möchte ich auch vor meiner Haustüre haben…

Dann war diese Ereignisreiche Woche auch schon wieder vorbei, aber ich bin sicher es wird auch in den kommenden Tagen einiges zu sehen geben! Bis bald.
Fabian

1 Kommentar

  1. Rolf

    Ciao Fabian
    Tolle Fotos!
    Sag mal, bist du noch auf dem Planet Erde, oder schon im Paradies?
    Geniesse es weiterhin und „pass“ auf dich auf!
    Libe Grüsse
    Rolf

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