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Mrz 16 2015

Woche 19 – Neuseeland: Christchurch, Lake Tekapo, Mt. Cook und Dunedin

Kia Ora – Welcome to New Zealand; mit dieser traditionellen Maori Begrüssung wird man am Flughafen empfangen. Die Entdeckungsreise von diesem, für mich neuen, Land kann endlich los gehen. Soviel positives habe ich schon gehört, die Erwartungen sind hoch :). Ich starte meine Reise in Christchurch auf der Südinsel, werde von dort zuerst ganz in den Süden gehen und anschliessend mich in Richtung Norden „kämpfen“ um schlussendlich nach 6 Wochen in Auckland, auf der Nordinsel, den NZ-Trip zu beenden.

Da mein Flug Verspätung hatte, kam ich erst um 2 Uhr (morgens…) im Hotel an. Nach einer kurzen Nacht übernahm ich meinen neuen Camper (diesmal ein kleiner wie ich ihn gebucht habe, ist tiptop) und ging erstmal die City von Christchurch erkunden. Ich hätte ja gerne wunderschöne Fotos von der Innenstadt gemacht, aber was mir da vor die Linse kam, hat mich echt schockiert. Das Stadtzentrum wurde durch das Erdbeben von 2011 nahezu komplett zerstört. Viele Gebäude sind immer noch so, als wäre das Erdbeben gestern eingetreten, man hört überall in der Stadt Abbruch-Maschinen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Das erfreuliche war, dass die Menschen ziemlich nach vorne schauen und überzeugt sind, dass in 15-20 Jahren (so lange wird der Wiederaufbau gehen) ein schöneres Christchurch als vorher stehen wird. Bereits jetzt konnten diverse Künstler Wände mit Graffiti besprayen, um etwas Farbe in die Stadt zu bringen. Auch die neu errichtete Einkaufsmeile „Re:Start“, welche aus farbigen Containern gemacht wurde, zeigt, dass es an der nötigen Kreativität für den „Neustart“ nicht fehlt.

Als nächstes fuhr ich nach Akaroa auf der Banks Peninsula, östlich von Christchurch. Dort machte ich einen Delphin-Cruise um die im Hafen ansässigen Hector-Delphine (spezielle, seltene Art) zu sichten. Zum ersten Mal habe ich dort springende Delphine wild gesehen, bin fast etwas erschrocken als zwei plötzlich aus dem Wasser sprangen… 😀 für ein Foto hat’s deshalb leider nicht gereicht :(. Auch sonst war die Schiffsfahrt wunderschön, wir sahen noch Pinguine im Wasser und die Landschaft der Banks Peninsula finde ich einfach fantastisch.
Diese Landschaft konnte ich dann auf dem Rückweg Richtung Christchurch auch nochmals von oben, über eine Art Passtrasse entlang bestaunen – einfach WOW! An diesem Tag war ich so richtig in Neuseeland angekommen ;-). Weil es so schön war, ging ich auch noch mit der Gondola (übrigens Schweizer Fabrikat „CWA Constructions“ :D) auf den „Hausberg“ vor Christchurch um dort nochmals eine super Aussicht auf die Stadt und deren Umgebung zu haben.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Lake Tekapo. Von einem kleinen Hügel, welcher als Observatorium für „Sterngucker“ benutzt wird, verweilte ich eine recht lange Zeit. Endlich wieder verschneite Berge in Sicht!! 😀 Zusammen mit dem See und dem super Wetter, war es einfach nur „magisch“, konnte mich fast nicht satt sehen. Aber mein eigentliches Ziel des Tages war noch ein Tal weiter hinten und bei einem anderen See. Entlang des wunderschönen, türkisfarbenen (die Farbe auf den Fotos ist also nicht „gephotoshopt“) Lake Pukaki fuhr ich zum höchsten Berg Neuseelands – dem Aoraki / Mount Cook (3724 m.ü.M.). Leider war der Gipfel (wie so oft) von Wolken umgeben, trotzdem war die Sicht auf das Bergpanorama fantastisch. Das Wetter war leider auch am nächsten Morgen nicht viel besser, trotzdem machte ich eine kurze Wanderung. Am Schluss dieses Weges kam man zu einem schönen Gletschersee mit kleinen Eisbergen, Sicht auf den Gletscher, spiegelndes Wasser und natürlich den Mount Cook im Hintergrund – eigentlich. Natürlich war dieser wieder von Wolken umgeben und so musste ich mir halt mit etwas Fantasie ausmalen, wie wunderschön es aussehen würde. Als ich wieder zurück auf dem Campingplatz war, traute ich fast meinen Augen nicht. Beste Sicht auf den Gipfel…naja, auch das war nur für ca. 15min, danach war alles bedeckt und gar keine Sonne kam mehr durch. Von dem her war ich zu frieden, immerhin den Gipfel gesehen und auch sonst wunderschöne Eindrücke von der Umgebung erhalten zu haben.

Von den Bergen ging es wieder zurück an die Küste, genauer gesagt nach Dunedin (zweitgrösste Stadt der Südinsel). Auf dem Weg dorthin machte ich einen kurzen Halt bei den Moeraki Boulders, runde Steine am Meer. Dann ging es weiter auf eine Halbinsel gleich neben Dunedin. Dort machte ich mich auf, seltene „Yellow-Eyed“-Pinguine zu suchen. Auf einer Tour konnten wir zuerst im „Pinguin-Spital“ einen Blick über verschiedene Pinguine welche aktuell dort behandelt werden werfen, um anschliessend in freier Wildbahn welche zu suchen. Zwei konnten wir in den Gebüschen entdecken (diese mausern sich dort gerade, sprich „wechseln“ ihr Gefieder), leider aber nicht ganz so gut wie ich es erhoffte. Deshalb beschloss ich am nächsten Tag an einem anderen Strand auf eigene Faust auf die „Jagd“ zu gehen. Dort konnte ich tatsächlich zwei, welche aus dem Meer nach Hause kamen, erblicken. Nun war ich zufrieden :D. Ebenfalls konnte ich noch einige Albatrosse, welche in der Luft herum flogen, sehen.

Übrigens die Stadt Dunedin hat mir ziemlich gut gefallen, hat einige schöne ältere Gebäude und macht einen ziemlich sympathischen Eindruck.

Dann war ich schon fast am südlichsten Punkt meiner Neusselandreise angekommen, über die Catlins, ein wunderschönes Gebiet mit schöner Küstenlandschaft und Regenwald sowie vielen Vögel, ging meine Reise weiter zum nächsten Highlight: Fiordland. Darüber schreibe ich im nächsten Bericht!

Liebe Grüsse aus New Zealand!
Fabian

 

 

1 Kommentar

  1. Rolf

    Hallo Fabian
    Ist das schön, auch von dir wieder etwas zu lesen und anzuschauen!
    Ganz tolle Fotos! Aber einige hast du sicher schon hier im Wallis gemacht;-)

    Liebe Grüsse
    D`Ritzini va der Baletscha

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