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Jan 27 2015

Coober Pedy – Leigh Creek

Heute verliessen wir Coober Pedy mit etwas gemischten Gefühlen. Wir wussten nicht so recht, was uns im Outback auf der ungeteerten Strasse Richtung William Creek, Marree erwarten wird. Es waren immerhin rund 400 km bis Marree und total rund 700 km offroad bis in die Flinders Ranges geplant.
Kaum in die Strasse nach William Creek eingebogen, „zwang“ uns ein voller Baum von Zebrafinken zu einem Halt. Als ich gleich auch noch eine Behausung eines „Einheimischen“ fotografierte, rief dieser mir zu, ich solle zu ihm kommen und er fragte mich als Erstes, ob ich seine Maschinen kaufen möchte. Er stellte sich als Bernt vor (in Coober Pedy nennen ihn alle Bernie) und wohne seit 39 Jahren hier. Als er sich auch noch als Deutscher zu erkennen gab, konnten wir auf die uns besser geläufige Sprache wechseln (er beherrschte diese auch noch nahezu akzentfrei). Obwohl wir eigentlich zügig vorwärts fahren wollten, konnten wir seine Bitte, uns sein unteririsches Heim und sein Maschinenpark zu zeigen, nicht abschlagen. Ausführlich zeigte er uns zuerst seine Maschinen, sein bereits erstelltes Grab (ein bisschen bizzar wie alles andere auch) und seine unterirdische Wohnung. Das Leben hier ist einfach so. Die Wohung war recht kaotisch eingerichtet, doch er hatte alles im Griff. Es war ein eindrückliches Erlebnis, dies einmal hautnah zu sehen. Nachdem wir uns in sein Gästebuch eingetragen haben, ging dann unsere Reise weiter nach William Creek. Dort haben wir uns im alten Pub verköstigt. Eine Schweizer Fahne mit den Unterschriften der SRF-Mitarbeitern verriet, dass das Schweizer Fernsehen mit Sven Furrer vor uns auch schon hier war.
Auf der Fahrt gab es dann neben unzähligen Emus und Kakadus auch noch zwei Tierarten (Kamel und Dingo) zu sehen, welche man eher selten zu Gesicht bekommt.
Diese Tiere, sowie eine abwechslungsreiche Landschaft und auch die „Bubble Springs“ (eine Wasserquelle mitten im Outback) sorgten dafür, dass es eine recht kurzweilige Fahrt wurde.
Gegen Abend gab es nochmals etwas Aufregung. Im geplanten Aufenthaltsort Marree scheint eine Mückenplage zu herrschen. Als Fabian innert weniger Sekunden 5 Mal gestochen wurde, entschieden wir uns, fluchtartig den Ort zu verlassen und ins friedliche Leigh Creek weiterzufahren. Dort durften wir dann einen gemütlichen Abend erleben.

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